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Die Lichtverschmutzung durch Küstenlinien und vorbeifahrende Schiffe stört das Verhalten von Meerestieren und verändert Unterwasserlebensräume.
Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass künstliches Licht einige Arten in Küstengebiete locken, andere hingegen vertreiben kann.
Untersuchungen haben ergeben, dass Lichtverschmutzung besonders anfällig für marine Wirbellose ist, die in Kais, Docks und im Schiffsverkehr Verschmutzungen verursachen können.
Andere Arten, wie Seescheiden und Borstenschnecken, meiden tendenziell künstlich beleuchtete Bereiche.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Lichtverschmutzung das Gleichgewicht des Meereslebens in der Umgebung von Küstengemeinden, Ölbohrplattformen und Wasserwegen verändern kann.
Forscher der Universitäten Exeter und Bangor geben an, dass Lichtverschmutzung auch Korallenriffe beeinträchtigen kann, insbesondere in tropischen Gewässern.
Dr. Catherine Griffith, Meereswissenschaftlerin an der Bangor University und eine der Autorinnen der Studie, sagte: „Mit der zunehmenden Urbanisierung werden viele Küstengebiete weltweit anfällig für menschengemachte Lichtverschmutzung sein.“
Wenn wir diese Auswirkungen abmildern wollen, ist es daher unerlässlich, weiter zu erforschen, wie künstliches Licht marine Lebensgemeinschaften zerstört.
Viele Larven mariner Wirbelloser nutzen Licht als Orientierungshilfe, um geeignete Lebensräume zum Ansiedeln, Wachsen und Fortpflanzen zu finden.
Die Forscher, deren Ergebnisse in den Royal Society Biology Letters veröffentlicht wurden, verwendeten LED-Lampen in einem Labor, um zu untersuchen, wie diese die Aktivität von 47 verschiedenen marinen Wirbellosenlarven beeinflussten.
Sie stellten fest, dass Arten wie Kielwürmer, die sich am Boden von Schiffen und anderen Meeresbauwerken wie Kais festsetzen, in Gebieten, die mit weißen LED-Leuchten beleuchtet werden, deutlich häufiger vorkommen.
Eosinophile Krebstiere (die üblicherweise im Watt leben) sind in der hellen Region ebenfalls deutlich häufiger anzutreffen.
Da viele dieser Arten wichtige Nahrungsquellen für Fische und andere Meerestiere darstellen, kann Lichtverschmutzung auch die Ausbreitung anderer großer Tiere beeinträchtigen, warnen Forscher.
Dr. Tom Davis von der Universität Exeter sagte, dass in Zukunft möglicherweise Gesetze erforderlich sein könnten, um die Auswirkungen der Lichtverschmutzung zu verringern.
„Wir wissen, dass künstliches Licht nachts das Verhalten vieler Meerestiere verändert, aber dies ist das erste Mal, dass künstliches Licht die Entwicklung ökologischer Gemeinschaften im marinen Ökosystem stören kann“, sagte er.
Weitere Forschung ist dringend erforderlich, um zu beurteilen, inwieweit Licht als „sicher“ gelten kann, um Gesetze zu erlassen, die die künftige Lichtverschmutzung durch neue und bestehende Bauvorhaben minimieren.
Dr. Stuart Jenkins, der ebenfalls an der Studie an der Bangor University beteiligt war, fügte hinzu: „Dies ist ein wichtiger erster Schritt zum Verständnis, wie künstliches Licht die Wechselwirkung zwischen Ozean und Küste beeinflussen kann.“
„Unsere Forschung zeigt, dass der Grad an künstlichem Licht, der üblicherweise in urbanisierten und küstennahen Gebieten zu beobachten ist, einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung von Gemeinschaften hat, die auf flachen, harten Oberflächen leben.“
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