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Eine kürzlich durchgeführte Solarkartierungsstudie ergab, dass die Dächer des Landes ein Solarpotenzial von bis zu 655 GWp aufweisen könnten. Um jedoch eine potenziell bahnbrechende Energieentwicklung zu ermöglichen, bedarf es eines umfassenderen Verständnisses der Vorteile von Solarenergie in Verbindung mit entsprechenden Fördermaßnahmen.
Daten des Solarressourcen-Kartierungsunternehmens Solargis und der Weltbank zeigen, dass jede in Indonesien installierte Kilowatt-Peak-Leistung an Dachsolaranlagen bis zu 1.534 kWh Energie pro Jahr erzeugen könnte.
Der indonesische Thinktank Institute for Essential Service Reform (IESR) erstellte vier Gutachten zum Dachsolarpotenzial des Landes, die je nach Variablen wie Dachneigung, Verschattung, Ausrichtung und lokalem Klima feststellten, dass landesweit eine kumulierte Kapazität von bis zu 655 GWp installiert werden könnte.
Die konservativste Schätzung des Instituts ging von einer maximalen Dachkapazität von 194 GWp aus, die jährlich fast 276 TWh Solarstrom erzeugen könnte. Optimistischere Schätzungen von 266,8 GWp und 461,9 GWp würden laut IESR 379,2 TWh bzw. 656,3 TWh Strom erzeugen, und die 655-GWp-Kapazität würde eine Stromerzeugung von 930,7 GWh ermöglichen.
Jedes dieser Szenarien würde einen Quantensprung gegenüber der derzeit installierten Solarkapazität des Landes von weniger als 100 MW darstellen.
Flächenpotenzial
Laut der Studie, die die verfügbaren Dachflächen in den Städten Jakarta und Surabaya genauer untersuchte, verfügen Jakarta sowie Ost- und Westjava über das höchste Solarpotenzial unter den 34 Provinzen Indonesiens.
Jakarta und die nahegelegenen Städte Bogor, Depok, Tangerang und Bekasi verfügen über 570.000 bis 630.000 Haushalte mit mindestens 45 m² Dachfläche, die für die Installation von Solaranlagen geeignet wären. Bei einer optimalen Installation von 2 kWp Solarenergie pro Dach ergäbe sich eine Gesamtkapazität von rund 1,2 GWp.
Die weniger überfüllten Dächer in Surabaya bedeuten, dass die 85.000 bis 93.000 Häuser, die dort potenziell mit Solaranlagen auf dem Dach ausgestattet werden könnten, eine höhere Leistung von bis zu 186 MWp pro Jahr für jede installierte 2 kWp Modulkapazität erzielen könnten, so das IESR.
Die Denkfabrik betonte jedoch, dass eine öffentliche Aufklärungskampagne über die Vorteile der Solarenergie sowie ein fair bepreistes Net-Metering-System und andere Anreize wie etwa Grundsteuerermäßigungen erforderlich seien, um Indonesien dabei zu helfen, sein enormes Potenzial für Photovoltaik-Dachanlagen auszuschöpfen.
Produktionshemmnisse
Laut Marktumfragen haben Kunden eine deutliche Senkung der Stromrechnungen um mehr als 50 % gefordert. Mit dem aktuellen Plan ist dieses Ziel schwer zu erreichen.
„Diese Regelung würde eine Amortisationszeit von 12 Jahren für Photovoltaikanlagen zur Folge haben“, sagte Citraningrum. „Diese längere Zeitspanne könnte die Nutzer davon abhalten, Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern zu installieren.“
Die Regierung hat erkannt, welchen Beitrag öffentliche Einrichtungen zu dem Ziel leisten können, bis 2025 landesweit 6,5 GW an Solarenergiekapazität zu installieren. Das Programm „Generalplanung für nationale Energie“ führte zum Präsidialerlass 22/2017, der die Installation von Solaranlagen auf 30 % der Regierungsgebäude vorschreibt.
Es werden mehr Monteure benötigt
„Die Regierung steht vor einigen Herausforderungen bei der Installation von Solaranlagen auf den Dächern ihrer Gebäude“, ergänzte Citraningrum vom IESR. „Diese Herausforderungen liegen im mangelnden Verständnis für Photovoltaik – insbesondere bei den Kommunen – hinsichtlich Beschaffungsplänen, Budgetierung und rechtlichen Beschaffungsmodellen. Zudem gibt es in einigen Regionen Indonesiens nur wenige zertifizierte Anbieter.“
Die Rolle, die die lokalen Behörden dabei spielen könnten, ist bedeutend, denn die Solargis-Daten zeigen, dass große Einkaufszentren und Geschäfte in Jakarta und Surabaya ein hohes technisches Potenzial für Dach-Photovoltaikanlagen aufweisen, ebenso wie andere öffentliche Gebäude, darunter Universitäten und Krankenhäuser.
Die Gewerbegebäude wären von der Zahlung einer Gebühr befreit, wenn sie ihren eigenen PV-Strom erzeugen, und zwar gemäß den Bestimmungen der nationalen Net-Metering-Gesetzgebung.
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