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Obwohl die Solarstromerzeugung von Tag und Nacht, Regen und Jahreszeit beeinflusst wird, kann sie dezentral erfolgen. Daher eignet sie sich, wenn jeder Haushalt selbst Strom erzeugt und an das Stromnetz angeschlossen ist. So kann jeder Haushalt überschüssigen Strom ins Netz einspeisen, wenn er im Überfluss vorhanden ist. Bei Engpässen kann der Energieversorger den Strom abnehmen. Die technische Umsetzung ist unkompliziert; entscheidend ist der entsprechende Rechtsschutz. Industrieländer wie die USA und Japan haben bereits Gesetze erlassen, die die Interessen der Haushalte bei der Solarstromerzeugung schützen und sie zur Nutzung von Solarenergie anregen. Im April 1992 realisierte Japan die Anbindung der Solaranlagen an das Stromnetz, und einige Haushalte begannen mit der Installation von Solaranlagen. Seit 1994 subventioniert das japanische Ministerium für Internationalen Handel und Industrie den Kauf von Solaranlagen für Privathaushalte zu zwei Dritteln. Es ist vorgeschrieben, dass im ersten Jahr 1.000 und bis zum Jahr 2000 70.000 Haushalte mit Solaranlagen ausgestattet werden. Laut Schätzungen japanischer Behörden könnten 14 % des gesamten Strombedarfs des Landes gedeckt werden, wenn 80 % der 21 Millionen japanischen Einfamilienhäuser mit Solaranlagen ausgestattet wären. Dies entspräche 30–40 % des nationalen Strombedarfs. Hauptgrund für die geringe Verbreitung der Solarenergie sind die hohen Kosten. Eine 3-Kilowatt-Anlage für den durchschnittlichen Strombedarf eines Haushalts kostet 6 bis 7 Millionen Yen, ohne Installationskosten. Experten sind der Ansicht, dass sich Solarenergie erst dann wirklich durchsetzen kann, wenn die Kosten auf mindestens 1 bis 2 Millionen Yen sinken. Der Schlüssel zur Kostensenkung liegt in der Verbesserung des Wirkungsgrads von Solarzellen. Vor Kurzem gaben Texas Instruments und SCE die Entwicklung einer neuen Solarzelle bekannt. Jede Zelle besteht aus einem winzigen Kügelchen mit weniger als einem Millimeter Durchmesser, das dicht und gleichmäßig auf einer weichen Aluminiumfolie verteilt ist, ähnlich wie Seidenraupeneier auf Papier haften. 1700 dieser Zellen befinden sich auf einer Fläche von etwa 50 Quadratzentimetern. Die Besonderheit dieser neuen Batterie liegt darin, dass sie trotz eines Wirkungsgrads von nur 8–10 % kostengünstig ist. Die Aluminiumfolie ist zudem weich und robust, lässt sich wie ein Stoff beliebig falten und ist langlebig. Sie kann einfach an einem sonnigen Ort aufgehängt werden, um Strom zu erzeugen. Angeblich kann die Leistung einer Anlage pro Watt mit diesen neuen Solarzellen auf 1,5 bis 2 US-Dollar gesenkt werden, und die Stromkosten pro Kilowattstunde können auf etwa 14 Cent reduziert werden. Damit kann die Solarzelle mit dem Strom aus herkömmlichen Kraftwerken konkurrieren. Jede Familie kann diese Art von Batterie auf dem sonnigen Dach oder an der Wand anbringen und so jährlich 1.000 bis 2.000 kWh Strom erzeugen. Anwendungsbereiche: 1. Solarstromversorgung für Privathaushalte: (1) Kleine Stromversorgungen von 10–100 W für abgelegene Gebiete ohne Stromanschluss, wie Hochebenen, Inseln, Weidegebiete, Grenzposten und andere militärische und zivile Einrichtungen, z. B. für Beleuchtung, Fernseher, Kassettenrekorder usw.; (2) 3–5 kW netzgekoppelte Stromerzeugungssysteme für Hausdächer; (3) Photovoltaik-Wasserpumpen: zur Versorgung von Tiefbrunnen mit Trinkwasser und zur Bewässerung in Gebieten ohne Stromanschluss. 2. Verkehrswesen: z. B. Warnleuchten, Verkehrs- und Bahnsignale, Verkehrswarn- und -signalanlagen, Straßenbeleuchtung, Hindernisfeuer in großer Höhe, Funktelefonzellen an Autobahnen und Bahnstrecken, Stromversorgung für unbemannte Straßenabschnitte usw. 3. Kommunikationswesen: Solarbetriebene Mikrowellen-Relaisstationen, Wartungsstationen für Glasfaserkabel, Stromversorgungssysteme für Rundfunk, Kommunikation und Paging. 4. Erdöl-, Schifffahrts- und Meteorologiebereiche: Kathodenschutz-Solaranlagen für Ölpipelines und Stauanlagen, Notstromversorgung für Ölbohrplattformen, maritime Detektionsgeräte, meteorologische/hydrologische Beobachtungsgeräte usw. 5. Stromversorgung für Haushaltslampen: Gartenlampen, Straßenlaternen, tragbare Lampen, Campinglampen, Bergsteigerlampen, Angellampen, Schwarzlichtlampen, Zapflampen, Energiesparlampen usw. 6. Photovoltaik-Kraftwerke: 10 kW bis 50 MW unabhängige Photovoltaik-Kraftwerke, Wind-Solar- (Diesel-)Kombinationskraftwerke, diverse Ladestationen für große Parkhäuser usw. 7. Solargebäude: Die Kombination von Solarenergieerzeugung und Baumaterialien ermöglicht es großen Gebäuden zukünftig, sich selbst mit Strom zu versorgen – ein wichtiger Entwicklungsschwerpunkt. 8. Weitere Anwendungsgebiete sind: (1) Fahrzeugtechnik: Solarfahrzeuge/Elektrofahrzeuge, Batterieladegeräte, Kfz-Klimaanlagen, Lüfter, Kühlboxen für Getränke usw.; (2) Solare Wasserstoffproduktion und Brennstoffzellen-Energieerzeugungssysteme; (3) Stromversorgung für Meerwasserentsalzungsanlagen; (4) Satelliten, Raumfahrzeuge, Weltraum-Solarkraftwerke usw.
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